GPS Navigation
Das GPS ist ein satellitengestütztes
Navigationssystem, welches vom amerikanischen Verteidigungsministerium ursprünglich zu
militärischen Zwecken in den 70er Jahren entwickelt wurde und bis zum Jahre 1994 zu
seiner entgültigen Form "ausgebaut" wurde, so daß sich nun ständig 24
Satelliten in 20.000 km Höhe auf 6 Umlaufbahnen befinden. In jedem Satellit ist eine
Atomuhr (Genauigkeit min. 1 x 10 E-12), deren Zeit kontinuierlich mit den Bahndaten
ausgesendet wird. Kontrolliert und überwacht werden die Satelliten, sowie deren
Umlaufbahnen und -zeiten von 5 Beobachtungsstationen die sich auf der Erde, in
gleichmäßigen Abständen in Äquatornähe befinden.
Generell dient das GPS der exakten Positions- und Höhenbestimmung eines Punktes auf der
Erdoberfläche mit Hilfe dieses Satellitensystems.
Im Prinzip läuft eine solche Orts- und Höhenbestimmung folgendermnaßen ab: Die
Satelliten senden Mikrowellen aus, die am Boden empfangen werden. Die Strecke zwischen
Standort des Signalempfängers und Satellit wird nun durch die Messung der Signallaufzeit
ermittelt.
Durch diese Satellitensystem soll nun eine exakte Positonsbestimmung, unabhängig vom
Zeitpunkt der Messung, dem Standort der Empfangseinrichtung für Satellitensignale, sowie
von Witterungsbedingungen ermöglichen. Voraussetzung dafür ist der Empfang der Signale
von mindestens 4 Satelliten gleichzeitig, was in der Regel im 24-Satelliten-System der
Fall ist. Zum Empfang der Satelliten-Signale sind entsprechende Empfangsgeräte, sowie
auch Auswertungssoftware nötig, die Meßuhr - oder atmosphärisch bedingte/verursachte
Meßfehler größtenteils wieder durch entsprechendes "Herausrechnen"
korrigieren kann und die empfangenen Satellitensignale in die erwünschten Postions- und
Höhenwerte des Meßpunktes umrechnet. Zu bedenken ist dabei, daß die Meßwerte durch
künstliche Empfangsverschlechterung des U.S.A.-Militärs die Genauigkeit der Messung auf
etwa 50-100 m einschränkt. Zur relativ genauen Messung muß daher oft die Verwendung
zweier Empfänger, lange Beobachtungs- bzw. Meßzeiten oder eine Einbindung von Meßwerten
in Verbindung/Vergleich mit den bekannnten Meßwerten von Topographischen Punkten in Kauf
genommen werden.
Da es heutzutage wie bei anderen Vermessungsgeräten auch hier ein relativ breites Angebot
an GPS-Empfangsgeräten und Anwendungssoftware gibt, ist es angebracht, für bestimmte
Zwecke z.B. geodätische Vermessungen und entsprechend gute Geräte zu verwenden, da die
angebotenen Geräte sich sowohl in Bedienungsfreundlichkeit, Gewicht, Meßgenauigkeit und
Stromverbrauch, als auch hinsichtlich des Preises der Geräte beträchtlich unterscheiden
können.
Ein paar interessante Koordinaten sind nachstehend aufgelistet:
(unter www.terraserver.com kann man diese Koordinaten eingeben und Satelitenbilder sehen)
| Skydive City (USA) | 28°13´14" N | 82°08´58" W |
| Berlin (Britz) | 52°26´22" N | 13°26´21" E |
| Kloster Andechs | 47°58´24" N | 11°11´04" E |
| Travemünde (Ostsee) | 53°57´23" N | 10°50´36" E |
| Dropzone Fehrbellin | 52°47´40" N | 12°45´42" E |

Info-TIP!
Zu beachten ist, daß die GPS-Koordinaten vom
amerikanischen Verteidigungsministerium verändert werden.Dies führt zu dem Problem, daß
man bei einer Positionangabe mit bis zu 100 m Abweichung rechnen muß. Dieses Problem kann
nur durch den Einsatz eines DGPS kompensiert werden. Differential-GPS basiert darauf, daß
man zu den Positionsdaten Korrekturdaten empfängt, die von lokalen Radiostationen
ausgestrahlt werden. Diese Korrekturdaten basieren darauf, daß man GPS-Daten mit genau
bekannten Positiondaten vergleicht und somit den Korrekturfaktor erhält. Für viele
Anwendungen im Gelände ist jedoch die Abweichung tolerabel.
Wichtig:
Ein GPS System kann nicht die Aufmerksamkeit des
Fahrzeugführers ersetzen !
Im Dezember 1998 vertraute ein Autofahrer seinem Navigationssystem, welches ihm Vorschlug
geradeaus
zu fahren.
Einige Sekunden später wurde sein Auto naß, weil die Strassendatenbank nichts über die
Fähre über
die Havel (ein Fluß nahe Berlin) wußte.
Das ist kein Witz ! Die Fernsehstation RTL berichtete.