RW = Relative Work
(Formationsspringen)
Beim RW kommt es auf Teamwork an. Eine Figur kann nur
funktionieren, wenn alle Teammitglieder voll bei der Sache sind.
Die Menge der Leute hat nicht direkt etwas mit dem Schwierigkeitsgrad des
Sprunges zu tun. Man kann auch mit 2,3 oder 4 Personen recht aufwändige Sprünge durchführen. Jedoch kann man sagen: je mehr Leute
"in der Luft" sind, desto höher muss die Aufmerksamkeit sein.
Das gilt nicht nur im Freifall, sondern (erst recht) unter dem geöffneten
Schirm. Der untere hat "Vorfahrt". Besonders ist darauf zu achten, das niemandem
der Weg abgeschnitten wird, oder durch unachtsames umherfliegen jemand behindert
wird.
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(c) Toby Scherrinsky
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Die große Aufgabe beim RW ist es, eine gleiche Fallrate zu
haben. (Egal wie groß, klein, leicht oder schwer die anderen Teamspringer sind)
Die Fallrate (Geschwindigkeit) ist direkt durch die Körperhaltung
beeinflussbar. Macht man sich klein, fällt man schneller als wenn man sich auf
den Bauch legt und alles von sich streckt.
Die zweite große Aufgabe ist es unter allen herrschenden
"Umweltbedingungen" wie Stress, Angst, Erfolgsdruck, Lärm und manchmal Kälte die
am Boden einstudierten ("gebrieften") Griffe zu beherrschen.
Der Sprungablauf wird vor dem eigentlichen Sprung am Boden durchgesprochen
und entweder im Stehen oder im Liegen auf einer Art Skateboard mit
Einkaufswagenrollen ("creeper") trainiert. Wenn alle den Ablauf verstanden
haben, wird festgelegt wie der Exit aus dem Flugzeug aussehen könnte.
Dies ist natürlich vom Flugzeugmodell abhängig. Auf vielen Plätzen ("Dropzones")
gibt es auch Dummy-Flugzeuge an denen der Exit geprobt werden kann.
Besonders wichtig im Sprungablauf mit mehreren Personen ist
auch das Trennen der Gruppe ("separieren"). Da nicht alle auf einem Haufen
den Fallschirm öffnen sollten, drehen sich alle in einer vorher verabredeten
Höhe 180° zur Formation und fliegen vorwärts für einige Sekunden von der
Gruppe weg. ("Tracken"). Dann wird der Schirm nach einem letzten prüfenden
Blick geöffnet.
Nach dem Sprung gibt es dann meist eine Nachbesprechung
("debrief"), in der dann besprochen wird wie der Sprung war und was beim
nächsten mal besser gemacht oder unterlassen werden könnte.
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