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freefly = "Freiflug"

Freefly mit Freiflug zu beschreiben ist sicherlich sehr frei übersetzt, trifft es aber meiner Meinung nach am besten.

Beim Freefly geht es um "ungewöhnliche" und vor allem auch schnelle Körperhaltungen.

Eine davon ist das "sit-fly" was man sich so vorstellen kann, als säße man auf einem imaginären Stuhl und fällt dabei mit seitlich ausgestreckten Armen ziemlich schnell (schneller als beim rw) in Richtung Erde.

Das Problem hierbei ist, die Balance zu halten. Oft fällt man anfangs nach hinten oder zur Seite. Alles nicht so schlimm, solange man nicht auf den Bauch fällt. (Hierbei wird man durch die Körperhaltung die man macht so stark abgebremst, das man aus Sicht eines anderen Springers als deutlich langsameres Hindernis im Weg ist.) Ein vertikaler Zusammenstoss kann ernsthafte Verletzungen oder einen tödlichen Ausgang zur Folge haben. Daher ist - wie beim RW auch- zuerst Übung mit einem coach oder in kleinen Gruppen angesagt.

 

 

 

Eine andere Disziplin ist das "Head down". Wie der Name sagt fällt man Kopfüber und hat nur den Kopf und die Schultern im Wind. Mit den Beinen stabilisiert man sich und hält die Balance.

Grob ist das mit einem Kopfstand auf einem Ball zu vergleichen. Hierbei ist zu beachten, daß die Geschwindigkeiten noch höher als beim Sit Fly sind. (300 Km/h sind durchaus drin)

Die Freifallzeit reduziert sich erheblich, so das man noch mehr als sonst auf die Höhe achten sollte. Viele "headdowner" haben darum gleich zwei akustische Höhenwarner (sog. "audibles") die auch mehrere Höhen eingestellt sind und durch piepen warnen. Damit man die akustische Warnung auch hört, sind die Geräte (ca. so groß wie einen Streichholzschachtel) im Helm oder außen direkt über dem Ohr angebracht.

Bevor man beim headdown den Schirm öffnet muss natürlich auch hier von der Gruppe separiert werden. Man geht dazu wieder für einige Sekunden in den Track und geht dann in die neutrale Position ("Box position") wie beim RW. Dabei verringert sich die Fallrate erheblich und man kann dann den Schirm öffnen. Das öffnen des Schirmes direkt auf dem headdown  oder dem Track kann erhebliche Probleme nach sich ziehen, da die Schirme nicht direkt für so große Geschwindigkeiten ausgelegt sind. (Vielleicht ist das vergleichbar mit einer 300 Km/h fahrt auf der Autobahn und dem plötzlichen  öffnen eines Bremsschirmes)

 
   
© 2004 Jens Uhlig letzes Update: 25.04.2004